Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit am ESAF Pratteln im Baselbiet

Das OK des ESAF Pratteln im Baselbiet bekennt sich zur Verpflichtung, sorgsam mit Umwelt und Ressourcen umzugehen. Dies tun wir im Wissen, dass ein Gross-anlass, der in einer vorher weitgehend unbebauten Landwirtschaftszone realisiert wird, kein umfassend nachhaltiges Ereignis sein kann. Wir versuchen, die Auswir-kungen auf ein Minimum zu reduzieren, und bearbeiten die drei klassischen Säulen der Nachhaltigkeit in den Bereichen Gesellschaft, Ökologie und Ökonomie anhand von 14 Themen bzw. Teilprojekten. Insbesondere fördern wir mit regionalen Umweltprojekten die Biodiversität und wollen eine langfristig positive Wirkung für die Natur erreichen.

Die zentralen Punkte:

Wiederherstellung Festgelände – das Land so zurückgeben, wie wir es angetroffen haben

Wir verpflichten uns gegenüber Eigentümerschaft und Bewirtschaftung, das Gelände nach dem Fest in gleicher Qualität zurückzugeben. Mit dem Baugesuch haben wir ein Bodenschutzkonzept ausgearbeitet, das Bewilligungsbestandteil ist. Darin steht u.a., dass der Boden nicht mit schweren Fahrzeugen befahren werden darf. Deshalb sind verschiedene Pisten mit Kies geschüttet und zur Gebrauchstauglichkeit grössten-teils mit einem Schwarzbelag versehen worden. Damit sämtliche Bauten ebenfalls «bodengeschützt» auf- und abgebaut werden können, wird der Boden temporär mit Schwerlastplatten versehen. Sämtliche Eventbauer erhalten ein entsprechendes Merkblatt. Ebenfalls zum Bodenschutzkonzept gehört die Abfall-entsorgung. Es dürfen nach dem Fest keine Fremdstoffe auf dem Boden sein, damit das Land wieder uneingeschränkt als Landwirtschaftsfläche genutzt werden kann. Die Hecke bei der Panzersperre wird zudem in qualitativ hochwertiger Art wiederhergestellt und ein Teil des Waldrandes aufgewertet. Die Panzersperre wird nach dem Fest instand gestellt, das heisst die einzelnen Zähne an ihren «alten» Standort zurückversetzt. Kleinstrukturen werden als Lebensraum für Tiere realisiert und Eichen auf dem Kulturland gepflanzt.

 

Mobilitätsmanagement – den motorisierten Privatverkehr reduzieren

Das OK setzt sich zum Ziel, dass mindestens 80 Prozent der Besuchenden mit dem öffentlichen Verkehr anreisen und stellt zudem grosse Veloparkings rund ums Festgelände bereit. Die Arena-Tickets berechtigen zur An- und Rückreise mit öffentlichem Verkehr und zur Nutzung des Verkehrsnetzes des Tarifverbunds Nordwestschweiz (TNW). Für den TNW steht ein 5-Franken-Ticket mit 48 Stunden Gültigkeit zur Verfügung. Helferinnen und Helfer profitieren im Verbundgebiet von kostenloser Beförderung. Für den Privatverkehr wird eine einzige Parkzone in Kaiseraugst (AG) zur Verfügung gestellt, die per Shuttle ans Festgelände angebunden ist.

 

Sägemehl – ein zweites Leben als Pflanzenkohle

Die notwendigen 245 Kubikmeter Sägemehl werden in der Sägerei Meier Holz AG in Zeglingen (BL) produziert. Nach dem Fest lassen wir daraus Pflanzenkohle herstellen. Mittels Pyrolyse entstehen Wärme und Energie. Die resultierende Kohle kann als Bodenveredler in der Landwirtschaft eingesetzt werden – rund 33 Tonnen CO2 bleiben in der Kohle langfristig gebunden.

 

Regionale Umweltprojekte zur Förderung der Biodiversität

Über die vorab genannten Projekte Hecke, Waldrand und Bodenschutz hinaus realisiert das OK des ESAF Pratteln im Baselbiet einen Eichenhain in Maisprach mit rund 50 Bäumen auf mindestens 2 Hektaren Fläche, spendet einzelne Eichen an Nachbargemeinden und realisiert in Pratteln ein Schwalbenhotel. Die Realisie-rung weiterer Umweltprojekte (in Kooperation mit Lukas Merkelbach, mernatur.ch) hängt vom Festverlauf ab. Die Nachhaltigkeitsmassnahmen werden teilweise aus dem regulären Budget und teilweise aus einem Fonds mit folgenden Einnahmen realisiert: Verzicht der Besuchenden auf die Rückzahlung des Depots auf Glasflaschen (bei Rückgabe an einer der sechs Rückgabestellen), ein Beitrag aus den Parking-Tickets und eine Gebühr auf die Samplings unserer Partner im Festgelände. Insgesamt sollen mindestens 200’000 Franken eingenommen werden. Wir würden uns freuen, wenn unsere Besucherinnen und Besucher kräftig mithelfen, um Umweltprojekte umsetzen können – es zählt wahrlich jeder Franken! Über diese Projekte wird im Nachgang zum ESAF Pratteln im Baselbiet berichtet.

 

Exemplarische Projekte in Kooperation mit Partnern

  • Gabentempel: Unser Partner Häring AG baut den Gabentempel als Kuppelgebäude mit einer Struktur aus Holz aus der Region.
  • Lebendige Traditionen: Gemeinsam mit der Abteilung Kulturförderung des Kantons Basel-Landschaft (kulturelles.bl) unterstützen wir unsere Vereine im Bereich der traditionellen Kultur in einem fünfjährigen Prozess, feiern mit ihnen jährlich den Tag der lebendigen Traditionen und bieten ihnen Auftrittsmöglich-keiten. Siehe dazu das Factsheet «Kultur am ESAF Pratteln im Baselbiet».
  • Sonnenstrom: Dank unserer Königspartnerin Primeo Energie wird das ganze ESAF Pratteln im Basel-biet mit Sonnenenergie aus dem Baselbiet versorgt – CO2-neutral und regional!

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