Magnus, der Siegermuni

1. September 2021
Magnus, der Siegermuni, Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest Pratteln im Baselbiet | ESAF 2022

Der Siegermuni wird auf den Namen Magnus von den Taufpaten Elisabeth Schneider-Schneiter und Tobias Schmied (2.v.l.), Geschäftsführer Marti AG (Munipartner), unter den Augen von Schwingerkönig Christian Stucki getauft

Andy Mettler / swiss-image

Dynamisch, kraftvoll, 720 Kilo schwer – und seit dem 28. August 2021 mit seinem offiziellen Festnamen geschmückt: unser Siegermuni, genannt «Magnus vom Schönenberg». An den Festivitäten ein Jahr vor dem ESAF Pratteln im Baselbiet meisterte er seinen ersten öffentlichen Auftritt. Die Namenstaufe war einer der Glanzlichter von zwei schönen, geselligen Veranstaltungen.

Auf dem Papier nimmt das ESAF Pratteln im Baselbiet immer mehr Gestalt an. Aus der Planung wird bald einmal Realität, wenn Anfang September die Vorbe­reitungsarbeiten im Festgelände starten. Wenige Tage zuvor, genau ein Jahr vor dem Festsonntag, bot sich am letzten Samstag Zeit, um sich beim KUSPO gesellig zusammen­zufin­den. Empfangen von Volksmusik, unseren Ehrendamen und einer rückwärts laufenden Uhr trafen um 11 Uhr rund 450 geladene (und zertifizierte) Gäste ein, die sich bei Brunch, Ansprachen und Unterhaltung auf die kom­men­den Ereignisse einstimmten. So war dies zum Beispiel das erste Gesamt-OK-Treffen seit bald einmal zwei Jahren. Und auch die Sponsoren, Partner und die Vertreter aus der Schwingerwelt und der Gemeinde Pratteln nutzten gerne diese rare Gelegenheit zum Austausch, zum Fachsimpeln und zum gemeinsamen Gefühl der Vorfreude im Hinblick auf 2022. «Es ist wunderbar, dass diese Begeg­nungen genau ein Jahr vorher in Pratteln möglich geworden sind», meinte zum Beispiel Thomas Beugger, Mitglied des Präsidialaus­schusses des ESAF Pratteln im Baselbiet. «Das Kribbeln beginnt so langsam. Jetzt wissen wir – es geht schnell, bis das Fest steigen wird!»

Mutz und Lutz, den beiden Bären-Maskottchen der Mobiliar, war ein zustimmendes Brum­men mit Daumen hoch zu entlocken. Und Gemeindepreesi Stephan Burgunder bestätigte vor versammelter Menge: «Wir sind schon fast bereit und freuen uns riesig auf den Start des ESAF!» Wobei er nicht vergass zu erwähnen, dass sich Pratteln auch noch für die Schwin­ger­familie und die eigene Bevöl­kerung «aufhübschen» will, zum Beispiel durch die Fas­sadenrenovation am Prattler Schloss.

Mit königlicher Unterstützung

Im Publikum sass auch Schwingerkönig Christian Stucki, der es sich trotz Verletzung nicht hat nehmen lassen, den Weg in die Nordwestschweiz unter die Räder zu nehmen. Seine ersten Eindrücke von Pratteln? «Das chunnt guet! Dieses Fest heute motiviert auch das OK. Was ich bis jetzt gesehen habe, ist vielversprechend.» Im ersten Veranstaltungsteil stahl ihm allerdings jemand die Schau: der Siegermuni, der in einer Aussenschaltung Teil der offiziel­len Veranstaltung war und nun endlich seinen Festnamen erhalten hat. Tobias Schmied, CEO von Munipartner Marti AG Pratteln, hatte für die Taufe Elisabeth Schneider-Schneiter als Munipatin des mittlerweile stattlichen Tiers zur Seite.

Und dessen Name ist… Magnus vom Schönenberg! Magnus, der Grosse und Bedeutende, dessen erste drei Buchstaben auch noch für den Munipartner stehen. Der Red Holsteiner wächst auf dem gleichnami­gen Prattler Hof auf, betreut und trainiert durch seinen Züchter Jürg Degen. Dynamisch und kraftvoll sei er inzwischen und bringe aktuell 720 Kilo auf die Waage. Rund 1 Tonne werden es im nächsten Jahr sein. «Neben diesem beeindruckenden Tier zu stehen und ihm seine Schärpe geben zu dürfen, war für mich ein spezieller und auch berührender Moment», meinte Nationalrätin Schneider-Schneiter.

Das öffentliche Stelldichein

Selbstverständlich war Siegermuni Magnus auch im Verlauf des weiteren Tages eine Attrak­tion, als er sich in der Öffentlichkeit präsentierte. Prattlerinnen, Prattler und Interessierte aus der Region und dem Schwingsport waren zu einem Open-air-Zertifikats-Anlass eingeladen. Sie genossen das schöne Ambiente auf der Wiese direkt neben dem Schloss.

Für Speis und Trank, eine Autogrammstunde mit Christian Stucki, die Möglichkeit zum Kauf der ersten Fanartikel, für musikalische Unterhaltung, für Steinstossen und jugendliches Toben auf einem kleinen Schwingplatz war gesorgt. Als immer mehr Publikum eintraf, stand OK-Geschäftsführer Matthias Hubeli ein Seufzer der Erleichterung auf die Stirn geschrieben: «Und wieder ist ein Meilenstein erreicht. Nach all dem Planen geht es immer mehr ums konkrete Umsetzen – und zwischendurch auch ums Geniessen und ums Einsaugen von allen Eindrücken.»

Schön war’s, schön wird es auch in einem Jahr sein!

Andy Mettler / swiss-image
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